Linux-Server und Suchmaschinenoptimierung

November 3, 2009 by Christian  
Kategorie Server

Ohne eine vernünftige Suchmaschinenoptimierung kommt heute keine Webseite mehr aus. Hier werden grundsätzlich zwei Bereiche unterschieden. Einmal die OnPage- und die OffPage-Optimierung.

Dieser Artikel befasst sich mit einem speziellen Bereich der OnPage-Optimierung:
Der richtigen Konfiguration eines Linux-Servers.

Worauf kommt es an?
Wichtig für eine gute Indizierung der Seite durch Google sind suchmaschinenfreundliche URL’s auch sprechende URL’s genannt. Die meisten der heute eingesetzten CMS und Shopsysteme bieten im System die Möglichkeit, URL’s automatisiert umschreiben zu lassen. Bei CMS ohne diese Möglichkeit, muss in der .htaccess eine entsprechende Einstellung vorgenommen werden. Doch reicht die entsprechende Einstellung im CMS nicht allein aus. Es wird eine so genannte Rewrite-Engine benötigt.

Beim Apache heißt das zu installierende Modul mod_rewrite. Nach entsprechender Einstellung (in der Regel durch den Server-Admin vorgenommen), ist die Ausgabe von suchmaschinenfreundlichen URLs kein Problem mehr.

Bei Shopsystemen tauchen häufig noch php Session ID’s in den URL’s auf, die meist nach dem zweiten Klick wieder verschwinden. Sollte die weiterhin vorhanden sein so ist eine Fehleranalyse notwendig. Idealer Weise speichert der Server die Session-ID in einem /tmp/ Ordner. Sollte dies nicht funktionieren, liegt das meist daran, dass der entsprechende Ordner nicht die benötigten Schreibrechte hat. Da man als normaler User an diesen Ordner nicht herankommt (er liegt im Root-Verzeichnis des Servers), sollte man den Server-Admin bitten, die chmod-Einstellungen entsprechend zu setzen.

Sollte es dann immer noch nicht gehen, kann man in der .htaccess folgende Eintragung vornehmen:
php_flag session.use_trans_sid off

Sollten die Einstellungen am Server nicht vorgenommen werden können, kann man die Session-Id auch in einem Cookie übergeben. Dies ist jedoch bei Usern nachteilig, die in ihrem Browser keine Cookies akzeptieren.

Schnellere Auslieferung der Daten – Bessere Indizierung
Für eine gute Indizierung bei Google spielen auch die Ladezeiten der Webseiten ein Rolle.
Dies kann durch eine schnellere Übertragung der Daten vom Webserver zum Browser erreicht werden.
Für den Apache-Webserver gibt es die kostenlose PHP-Erweiterung gzip Compression.

Das Modul sorgt dafür, dass die vom Browser des Users angeforderten Daten vor dem Versand durch den Server komprimiert und im Browser wieder entpackt werden. Dies sorgt dafür, dass der Traffic insgesamt sinkt. Die Einstellung für gzip Compression richtig vorzunehmen, gleicht einem Spagat zwischen zwei Stühlen. Stellt man die Kompressionsrate zu hoch ein, sinkt zwar der Traffic, doch der Server wird mehr belastet, da durch die Komprimierung vermehrt Ressourcen in Anspruch genommen werden.

Selbstverständlich: aktuelle Software verwenden
Natürlich sollte man immer die aktuellsten Versionen von PHP und MySQL verwenden. Neben einer verbesserten Perfomance, schließen neue Versionen in der Regel auch vorhandene Sicherheitslücken und bringen neue oder verbesserte Funktionen mit sich.

Die Konfiguration eines Servers kann sich entscheidend auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken. Wer perfekte Ergebnisse möchte, braucht unter anderem einen perfekten Server. Dabei ist es unerheblich ob die Suchmaschinenoptimierung aus München, Hamburg oder Berlin durchgeführt wird, da auch von einem lokalem Standort regional, bundesweit oder weltweit optimiert werden kann.