Programme compilieren

August 5, 2008 by  
Kategorie Software

Viele Linuxeinsteiger werden sich wohl fragen was es wohl mit diesem Linux-Dreisatz configure, make und make install auf sich hat und wann er denn jetzt zum Einsatz kommt. Diese Frage ist einfach beantwortet. Immer dann wenn Programme als Quelltext-Archive vorliegen und beispielsweise nicht als rpm-Pakete. Bei diesem Vorgang werden mit Hilfe eines Compilers ausführbare Programme aus tar.gz oder tar.bz2 Archiven erzeugt.

Voraussetzungen
Die folgenden Pakete müssen installiert sein:

- gcc (GNU C-Compiler)
- make (GNU make-Befehl)
- autoconf (Dienstprogramm zur Konfiguration von Quellcode- und Make-Dateien)
- automake (Programm zur automatischen Erzeugung von Makefile.in-Dateien)
- m4 (Implementation des traditionellen Unix-Makroprozessors.)
- libc-dev (benötigte Bibliotheken)
- binutils (Dienstprogramme für den C Compiler)
- checkinstall (rpm-Paket erzeugen)


Wohin mit den Quellen?

Bevor man die Quelltexte compilieren kann muß man sie erstmal entpacken. Dafür ist das Verzeichnis /usr/local/src/ vorgesehen. Öffnen wir also die Konsole und loggen uns als “root” ein.

su

Anschließend wechseln wir in dieses Verzeichnis.

cd /usr/local/src/

Entpacken
Hierhin entpacken wir nun das Archiv, der jeweiligen Endung entsprechend wie folgt:

beispiel.tar mit

tar xvf beispiel.tar.gz

beispiel.tar.gz mit

tar xvfz beispiel.tar.gz

beispiel.tar.bz2 mit

tar xvfj beispiel.tar.bz2

Compilieren
Zuerst starten wir das im aktuellen Verzeichnis befindliche Shell-Script configure. Dieses prüft welcher Compiler installiert ist und ob alle notwendigen Bibliotheken vorhanden sind. Abschließend wird ein sogenanntes “Makefile” erzeugt.

./configure

Durch den Aufruf von make wird dieses “Makefile” nun nach der Reihe abgearbeitet.

make

Zum Abschluß werden nun die erstellten Dateien an die richten Stellen im Dateisystem kopiert.

make install

oder

checkinstall make install

Mit den Informationen wird hierbei ein rpm-Paket der überwachten Installation erzeugt. Diese Variante würde ich auch empfehlen, da rpm-Pakete “sauberer” deinstalliert werden können.


Verfasser des Artikels: Christian

Kommentare

test