APT für RPM

August 5, 2008 by  
Kategorie Software

Es gibt bei Linux die verschiedensten Möglichkeiten Programme zu installieren. Die komfortabelste Möglichkeit ist die Installation mit Hilfe von Programmpaketen. Von den Distributoren werden die verschiedensten Werkzeuge angeboten um die Installation dieser Packages so einfach wie möglich zu gestalten.

Eines der besten Tools ist das Programm “Apt” (Advanced Packaging Tool) für das Packetformat .deb von Debian. Das gewünschte Programm oder auch Update wird automatisch aus dem Internet runtergeladen und installiert. Dabei werden alle Abhängigkeiten und Konflikte aufgelöst und z.B. fehlende Librarys sofort mit installiert. Dieses Programm gibt es jetzt auch für RPM-Pakete.

Voraussetzung für APT ist natürlich ein breitbandiger Internetanschluss, da alle Pakete aus dem Netz geholt werden. Das macht mit ISDN nicht wirklich Spass.

Zuerst müssen folgende Pakete auf dem System installiert werden:

  • apt-0.5.15cnc6-rb.suse092.6..i586.rpm
  • apt-libs-0.5.15cnc6-rb.suse092.6..i586.rpm

Die Pakete findet man z.B. unter

  • http://ftp.gwdg.de/pub/linux/suse/apt/SuSE/9.2-i386/RPMS.suser-rbos/

Wenn diese Pakete auf dem Rechner installiert sind müssen wir Apt natürlich noch mitteilen, wo es die Pakete zur Installation herbekommt. Die Programmpakete liegen in sogenannten Repositories im Netz. Die Information wo diese Repositories genau zu finden sind steht in:

/etc/apt/sources.list

Diese Sourceliste kann man sich natürlich auch selber erstellen. Für Einsteiger ist es aber sehr viel besser auf vorgefertigte Listen zurück zu greifen. Eine vorbereitete Sourceliste (sources.list.FTP) kann man sich unter folgender Adresse runterladen:

  • http://ftp.gwdg.de/pub/linux/suse/apt/SuSE/9.2-i386/examples/

Man sollte aber nicht alle in dieser Liste angegebenen Quellen nutzen. Gerade für Einsteiger ist es ratsam einige Quellen aus der Liste zu entfernen, damit man sich nicht sofort das System zerschießt. Ratsam ist es “kernel of the day” “kde-unstable” und auch “x-org” zu entfernen. Die Quelle security” sollte dagegen besser drin bleiben. Wenn ihr die Beispielliste runtergeladen habt, braucht ihr sie nur noch umzubennen.

Damit Apt auch unsignierte Pakete installiert und nicht nur Fehlermeldungen ausgibt muss in der Datei:

/etc/apt/apt.conf.d/gpg-checker.conf


beim Eintrag:

GPG::Check

der Wert:

true auf false


gesetz werden. Wenn der Kernel nicht mit upgedatet werden soll muss in der Datei:

/etc/apt/apt.conf.d/apt.conf



unter der Sektion RPM folgende Zeile eingegeben werden:

HOLD {“kernel-default”;”kernel-source”; };

So an dieser Stelle ist Apt fertig eingerichtet und kann genutz werden. Als erstes sollte der Befehl:

apt-get update

Damit wird praktisch eine Bestandsaufnahme der Software gemacht und die Struktur geordnet und die Updatemöglichkeiten angezeigt. Man kann nun mit dem Befehl:

apt-get upgrade

das gesamte System upgraden. Aber Vorsicht, dass kann natürlich etliche MB Daten auf die Platte schaufeln und man weiß natürlich nicht was so alles installiert wird. Besser ist es gezielt Programme zu installieren bzw. upzudaten. Dies macht man mit:

apt-get install paketname
apt-get remove paketname
apt-get upgrade paketname

Für Apt gibt es auch ein sehr gutes graphisches Frontend mit Namen “Synaptic”. Es ist ähnlich wie Yast zu bedienen und somit die komfortablste Art mit Apt zu arbeiten.

Die Installation von Synaptic ist mit Apt für RPM denkbar einfach. Man gibt auf der Kommandozeile einfeich ein:

apt-get install synaptic

ein und los gehts.

Apt für RPM ist auch für die anderen Distributionen erhältlich. Die Installation und Konfiguration ist die gleiche, nur werden andere Repositories genutzt.

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